Norbert Rücker
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Gedenktafel für Max Hufschmidt auf dem Alten Friedhof Weisenau

28. September 2026

Am Montagabend wurde auf dem Alten Friedhof in Mainz-Weisenau die Gedenktafel für Max Hufschmidt offiziell übergeben. Gemeinsam mit weiteren Mitgliedern der CDU Weisenau habe ich an der Veranstaltung teilgenommen.

Eingeladen hatte Ortsvorsteher Ralf Kehrein. Auf dem Programm standen seine Begrüßung sowie Grußworte des Schul- und Kulturdezernenten Ata Delbasteh und von Franz Brückner, dem Neffen von Max Hufschmidt. Danach gab es Gelegenheit zu Gesprächen beim Wein über aktuelle Weisenauer Themen und zu einer Führung über den Alten Friedhof mit Barbara Hof-Barocke vom Geschichts- und Brauchtumsverein Mainz-Weisenau (GBV).

Gedenktafel für Max Hufschmidt (1882–1965) mit Foto und Lebenslauf
Die Gedenktafel für Max Hufschmidt

Wer war Max Hufschmidt?

Max Hufschmidt wurde am 17. Februar 1882 in Diepental bei Solingen geboren und starb am 24. November 1965. Er lernte Schlosser, zog 1906 nach Mainz und lebte seit seiner Heirat 1908 in Weisenau. Als Techniker und Erfinder machte er sich einen Namen: Bei der Firma Linde in Kostheim wurden 42 seiner Erfindungen patentiert.

Von 1929 bis März 1933 war er Ortsvorsteher von Weisenau, bis ihn die Nationalsozialisten wegen seiner SPD-Mitgliedschaft absetzten. 1943 wurde er nach einer Denunziation inhaftiert, nach dem Hitler-Attentat 1944 erneut verhaftet und kam in die Konzentrationslager Buchenwald und Dachau.

Nach dem Krieg setzten ihn die Amerikaner im März 1945 wieder als Bürgermeister von Weisenau ein, ein Amt, das er bis 1957 ausübte. Außerdem gehörte er ab 1946 dem Mainzer Stadtrat als 1. Beigeordneter und Vertreter des Oberbürgermeisters an und half beim Wiederaufbau in Weisenau und bei der Wiederherstellung der Versorgungs- und Verkehrsbetriebe.

Porträt eines Teilnehmers auf dem Alten Friedhof Weisenau
Auf dem Alten Friedhof Weisenau

Gespräche beim Wein

Im Anschluss kamen die Teilnehmer bei einem Glas Wein miteinander ins Gespräch.

Teilnehmer unterhalten sich mit Weingläsern in der Hand
Gespräche im Anschluss an die Übergabe

Bilder: Heike Sudheimer, alle Rechte vorbehalten